Am letzten Wochenende vor den Play-Offs ging es auf sämtlichen Eisflächen im Ostallgäu nochmal turbulent zu. Auch bekamen die Anhänger der Ott-Jakobrunde hochklassiges Hobbyeishockey mit Überraschungen und Sensationen geboten. Das begann gleich im Altmeisterduell zwischen Unterthingau und Lengenwang. Der Grizzly Johannes Filser schoss die Floschenflitzer fast im Alleingang ab und erzielte in diesem Match sensationelle 5 Treffer. So endete dieses Spiel mit einem 6:1 Erfolg für Unterthingau. Darauf folgte das an diesem Tag ungleiche Duell zwischen den Bulldozer Rieder und den Rangers aus Eisenberg. Die Bulldozer zelebrierten in diesem Match ihre überragende Form die sie bis auf wenige Ausnahmen die gesamte Vorrunde über regelmäßig aufs Eis brachten. Nach sechzig Minuten verliesen sie mit einem deutlichen 7:2 Sieg das Eis. Das dies die Rangers wurmte und sie sich nicht nochmal so abreiben lassen wollten zeigten sie nur einen Tag später gegen denselben Gegner. Diesmal präsentierten sie sich gut gerüstet und zeigten von einer stabilen Defensive heraus ein starkes Hockeymatch. So siegten sie zum Abschluß ihrer Saison verdient mit 4:1. Mit dieser Leistung im Rücken geht es für Eisenberg nun in die Sommerpause, um dann wieder voller Motivation in ihre vierte Saison zu starten. Zum Abschluss trafen dann noch im Lokalderby Bertoldshofen und Stötten aufeinander. In diesem Duell zeigten sich die Crocodiles von ihrer besten Seite und in prächtiger Form vor dem Highlight des Winters, der Endrunde. Sie siegten klar und deutlich mit 7:0.
Durch die überragenden fünf Treffer gegen Lengenwang schloss Johannes Filser aus Unterthingau zu dem Akteur aus Rieder Max Krause in der Torschützenliste auf. Beide Spieler erzielten bisher 12 Treffer. Somit ist auch in dieser Wertung in der folgenden Endrunde wieder Hochspannung angesagt wer die beliebte Torjägerkanone als sein Eigen nennen darf.
Am kommenden Wochenende steht nun der Höhepunkt jeder Spielrunde an. Im ersten Teil des Play-Offs, dem Halbfinale treffen zunächst die Teams aus Unterthingau und Lengenwang ein weiteres Mal aufeinander. Die ersten beiden Duelle konnten die Grizzlies zu ihren Gunsten entscheiden. Im zweiten Halbfinale kommt es dann zum Derby zwischen den Bulldozer Rieder und dem Titelverteidiger aus Stötten. Auch hier konnten bisher die Bulldozer beide Vorrundenduelle für sich entscheiden. Dass dies aber am Höhepunkt nicht unbedingt was zu sagen hat bewies die vergangene Saison als die beiden Favoriten aus Unterthingau und Rieder jeweils den Kürzeren zogen und sich den Teams aus Stötten und Lengenwang geschlagen geben mussten. Also sollte auch heuer wieder jede Menge Spannung und Dramatik zu erwarten sein, und so wieder Scharen von Zuschauern ins Eisstadion nach Pfronten locken.
Thingauer Grizzlies - Floschenflitzer Lengenwang 6 – 1 (2:0/2:1/2:0)
Tore: 1:0 Matthias Schrägle (6.), 2:0 Johannes Filser (19.), 3:0 Johannes Filser (36.), 3:1 Michael Bader (36.), 4:1 Johannes Filser (37.), 5:1 Johannes Filser (41.), 6:1 Johannes Filser (44.)
Strafzeiten: 8 - 6
Die Grizzlies waren auch in diesem Derby der Altmeister gezwungen mit reduziertem Kader anzutreten. Dennoch dominierten sie das Duell gegen Lengenwang über weite Strecken der Partie und schickten ein deutliches Signal an ihren kommenden Play – Off Gegner. Die Grizzlies erwischten den besseren Start und ließen Lengenwang im ersten Drittel kaum zur Entfaltung kommen. In der sechsten Spielminute setzte Matthias Schrägle den ersten Akzent. Nach einem mustergültigen Pass von Tobias Hartmann aus dem eigenen Drittel enteilte er der Lengenwanger Defensive und vollendete eiskalt zum 1:0. Kurz vor der ersten Drittelpause erhöhte Johannes Filser nach einer starken Kombination auf 2:0 und belohnte die Grizzlies für ihr druckvolles Spiel. Im zweiten Abschnitt fanden die Floschenflitzer dann etwas besser ins Spiel, doch trotz guter Chancen scheiterten sie immer wieder am glänzend aufgelegten Thingauer Goalie Tim Albat. In der 36. Minute schlug Filser dann erneut zu und stellte mit seinem zweiten Treffer auf 3:0. Doch die Gäste antworteten postwendend, Michael Bader gelang nur 30 Sekunden darauf der Anschlusstreffer. Die Hoffnung der Floschenflitzer währte jedoch nicht allzu lange, denn nur eine weitere halbe Minute später stellte J. Filser mit seinem dritten Treffer den alten Abstand wieder her. Mit einem verdienten 4:1 ging es dann in die zweite Pause. Im Schlussabschnitt ließen die Grizzlies nichts mehr anbrennen, Lengenwang fand keine Mittel die kompakte Defensive des Gastgebers zu überwinden, während Thingau nun nach Belieben kombinierte. Innerhalb von drei Minuten sorgte Filser mit seinen traumhaft herausgespielten Treffern vier und fünf an
diesem Tag für den Endstand von 6:1. Damit bleibt der Topscorer der Grizzlies weiter im Rennen um die Torjägerkrone und unterstrich einmal mehr seine Bedeutung für sein Team.
Bulldozer Rieder - Gockel Rangers Eisenberg 7 – 2 (5:1/1:1/0:0)
Tore: 1:0 Stefan Kujan (3.), 2:0 Bernhard Gödel (11.), 2:1 Bernhard Mayr (11.), 3:1 David Hofmann (15.), 4:1 Valentin Guggenmos (17.), 5:1 Jonas Schnauder (18.), 6:1 Alwin Krämer (21.), 6:2 Bernhard Mayr (29.), 7:2 Jonas Schnauder (36.)
Strafzeiten: 6 – 4
Die Bulldozer wollten in diesem Spiel zeigen, dass sie verdient an der Tabellenspitze des Ott-Jakob Cup stehen. Von Beginn an dominierten sie so auch das Geschehen auf dem Eis. Wie in vielen der zurückliegenden Begegnungen gelang ihnen wieder der schnelle Führungstreffer durch Stefan Kujan. Anschließend entwickelte sich ein weitestgehend ausgeglichenes Spiel und beiden Teams gelang Mitte des ersten Abschnittes jeweils ein Treffer. Ab diesem Zeitpunkt drehte Rieder aber wieder auf und ließ drei weitere Treffer binnen 180 Sekunden folgen. Somit gingen die Bulldozer auch mit einer komfortablen 5:1 Führung in die erste Wechselpause. Unmittelbar nach Beginn des mittleren Abschnittes ließ Jungstar Alwin Krämer den nächsten Treffer folgen. Damit entschied das Kreisstadtteam die Partie endgültig zu seinen Gunsten. Danach schalteten sie einen Gang runter und verwalteten das Resultat. Aber auch dieser Zustand verhalf den Gästen nicht mehr ins Spiel zurück, denn ihnen war bewusst das die Punkte an diesem Tag beim Gastgeber bleiben werden, und ihre Konzentration auf dem Rückspiel am nächsten Tag liegen muss. So erzielten beide Teams in der verbliebenen Spielzeit noch jeweils einen Treffer. Und die sehr fair geführte Partie mit 7:2 für Rieder. Die mit diesem Erfolg auch ihre Tabellenführung geschickt verteidigten.
Gockel Rangers Eisenberg - Bulldozer Rieder 4 – 1 (0:0/2:0/2:1)
Tore: 1:0 Marius Abraham (23.), 2:0 Markus Nägele (30.), 3:0 Marius Abraham (41.), 4:0 Florian Fichtl (43.), 4:1 Alwin Krämer (55.)
Strafzeiten: 8 -2
Nach der Niederlage einen Tag zuvor gegen denselben Gegner konzentrierten sich die Eisenberger zu Beginn auf die Stabilisierung ihre Defensive, was ihnen gut gelang. Der Gegner musste jedoch ersatzgeschwächt antreten. Sie hielten ihn überweite Strecken der Partie weitestgehend fern von ihrem Gehäuse. In den ersten Minuten tasteten sich die beiden Kontrahenten gegenseitig ab und versuchten eigene Fehler zu verhindern. Jedoch entwickelte sich mit zunehmender Spieldauer ein recht anschauliches Spiel mit dem sich auch die anwesenden Zuschauer mehr und mehr anfreunden konnten. Beide Teams erspielten sich immer wieder Gelegenheiten, ohne diese jedoch erfolgreich in Treffer umzusetzen. So blieb es bis zum Ende des Auftaktdrittels torlos. Im zweiten Abschnitt hatten dann zunächst die Gäste in Form einer Überzahl die Möglichkeit in Führung zu gehen. Doch die kompakte Defensive und ein hervorragend aufgelegter Stefan Neumann im Tor der Rangers liesen, dass jedoch nicht zu. Der Under dock schaffte nicht nur seinen Kasten hinten sauber zu halten, sondern gingen sogar selbst durch Marius Abraham in Führung. Er schaltete nach einem Fehler im Aufbau der Bulldozer am schnellsten und ließ auch Gäste Goalie Manuel Gruber nach einem Alleingang keine Chance. Dieser Führungstreffer verlieh den Gocklern sichtlich Selbstbewusstsein, denn auch in Folge waren sie das aktivere und spielfreudigere Team. Dies wurde dann in der 30. Minute mit dem zweiten Treffer belohnt. Michael Stapf brachte die Scheibe mit einem scharfen Schlenzer gefährlich vor das Tor des Gastes. Den fälligen Rebound verwertete dann Markus Nägele zum 2:0. Doch der Tabellenführer lies sich durch den erneuten Rückschlag nicht aus der Ruhe bringen und kam in den folgenden Minuten durch Valentin Guggenmos zu einigen Großchancen. Doch Stefan Neumann entschied diese Duelle meist zu seinen Gunsten. So ging es mit dem Spielstand von 2:0 in den Schlußdurchgang. Auch in diesem versuchte die junge Mannschaft aus Rieder alles um einen Weg auf die Anzeigetafel zu finden. Doch wieder und wieder stand der gegnerische Keeper, oder das Torgehäuse im Weg. Die Rangers belohnten sich an diesem Abend endlich mal für ihren aufopferungsvollen Einsatz und erhöhten erneut durch Marius Abraham nach wenigen Sekunden auf 3:0. Doch damit nicht genug, keine zwei Zeigerumdrehungen später lagen sich die Mannen des GRC erneut jubelnd in den Armen. Wieder brachte Verteidiger Stapf das Spielgerät mit einem Schlenzer Richtung gegnerischem Tor. Hier scheiterte Matthias Hipp zunächst noch an Torhüter Gruber, ehe Florian Fichtl die Scheibe in unnachahmlicher Art und Weise über die Linie stocherte. Kurz Vor Ende der Begegnung erzielte der Tabellenführer dann doch noch den Ehrentreffer. Alwin Krämer fiel der Puck nach einem unglücklichen Abpraller genau auf die Kelle, welcher als einziger an diesem Abend Stefan Neumann mittels eines Direktschusses überwinden konnte. Somit gewannen die Rangers ihr letztes Saisonspiel dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung mit 4:1.
Wirtsee Pinguins Bertoldshofen - Crocodiles Stötten 0 – 7 (0:2/0:2/0:3)
Tore: 0:1 Florian Bottner (2.), 0:2 Tobias Hindelang (16.), 0:3 Rainer Hindelang (31.), 0:4 Markus Müller (38.), 0:5 Christoph Hindelang (42.), 0:6 Christoph Hindelang (49.), 0:7 Tobias Bockhart (50.)
Strafzeiten: 8 – 6
Im letzten Hauptrundenspiel erwischten die Crocodiles einen Start nach Maß und gingen bereits nach zwei Minuten durch Florian Bottner in Führung. Danach lieferten sich die beiden Teams im Auftaktdrittel ein weitestgehend ausgeglichenes Spiel. Kurz vor der ersten Pause erhöhte Stötten dann durch Tobias Hindelang den Spielstand auf 0:2. Wiederum erwischten die Gäste aus dem Geltnachtal nach der Spielruhe den besseren Start und erhöhten durch ihren Spielertrainer Rainer Hindelang auf 0:3. Mit diesem Treffer zogen die spielstärkeren Crocodiles den Pinguins letztendlich endgültig den Zahn und legten die Weichen zum Derbysieg. In regelmäßigen Abständen schraubten sie das Resultat durch Treffer von Markus Müller, und einem Doppelschlag von Christoph Hindelang zunächst auf 0:6. Für den Endstand von 0:7 zeichnete sich dann Tobias Bockhart verantwortlich. Somit ging Bertoldshofen wie die Male zuvor als fairer Verlierer vom Eis.
Platz |
Verein |
Spiele |
Tore |
Punkte |
1. |
Thingauer Grizzlies
|
10 |
43 : 22 |
16 - 4
|
2. |
Bulldozer Rieder |
10 |
41 : 21
|
16 - 4
|
3. |
Geltnach Crocodiles Stötten
|
10
|
24 : 23
|
10 - 10
|
4. |
Floschenflitzer Lengenwang
|
10 |
24 : 24
|
10 - 10
|
5. |
Gockel Rangers Eisenberg
|
10 |
28 : 40
|
8 - 12
|
6. |
Wirtsee Pinguins Bertoldshofen |
10 |
13 : 43
|
0 - 20
|
Halbfinale |
Tag |
Datum |
Uhrzeit |
Heim |
Gast |
Ort |
Sa. |
15.02.25 |
13:00 |
Thingauer Grizzlies |
Floschenflitzer Lengenwang
|
Pfronten |
Sa. |
15.02.25 |
15:30 |
Bulldozer Rieder |
Geltnach Crocodiles Stötten |
Pfronten |